Moin Udo
schau dir mal den Spannungsgraphen von C1 an und dabei den Verlauf in der Haltephase an. So in den Haltephasen die Ladung sich im positiven (!!) Bereich befindet - also oberhalb der Nulllinie, erscheint der Abbau der Ladung als fallender Graph den realen physikalischen Gegebenheiten zu folgen. Nicht aber wenn die Ladung sich im negativen (!!) Bereich befindet. Dann haben wir eine Ladung mit umgekehrte Polung, deren betragsmäßige Größe ähnlich sein müsste, wenn sich die Frequenz und die Impulsfolge synchron verhalten würden, wenn man die entsprechende Einstellung vornehmen würde.
Verblüffend ist aber der fallende Graph in den "negativen" Haltephasen!!! Nach meiner Ansicht müsste der Graph dann steigend (
und nicht weiterhin fallend) sein, weil die Ladung Q, gemessen in Coulomb (C), dargestellt durch das Spannungspotential (V) stetig abnimmt, was einem abnehmenden Spannungspotential relativ zur Nulllinie entsprechen müsste.
Hier liegt nach meiner Meinung ein Fehler im Modell vor!!!
Auch müsste der Verlauf der Entladung einer exponentiellen Darstellung folgen. Es ist kaum anzunehmen, dass die Entladung in den Haltephasen mit einer
konstanten Stromentnahme erfolgt, sondern eher zufällig bei den sich einstellenden Umgebungsbedingungen ergibt. Das ist ja schließlich das Schöne an LTspice, man kann mit der Lupe unendlich tief in den Plot einsteigen

und die Verhältnisse nachmessen. In den Haltephasen verhält sich der Graph absolut proportional zur Zeitachse und lässt keinerlei exponentiellen Anteil erkennen.
Nach meiner Meinung taugt das Modell für den Schalter nix oder ist es das Modell für den OPV? Oder gar beides?
Wie muss man ein Modell für diesen Fall betrachten? Bei einem echten Schalter mit sich trennenden und wieder schließenden Kontakten kann man getrost davon ausgehen, dass ein solcher Schalter sich
nicht an der Entladung beteiligt! Aber ich denke, diese Sichtweise ist im Falle eines analogen Schalters falsch. Und die nächste Frage: Wieviel von der Ladung des Kondensators saugt der OPV ab? Wenn also zwei unabhängige Komponenten an dem Spiel beteiligt sind, kommt es mir merkwürdig vor, wenn die Entladung eine zeitliche Proportionalität aufweist, wo wir doch alle schon in der Schule gelernt haben, dass der exponentielle Verlauf grundsätzlich ist...
VG